Heute ging’s zum ersten Mal zum Central Market. Eigentlich wollten wir nur kurz für 30 Minuten das Büro verlassen, doch um alles zu sehen, brauchte es dann 2h. Es war unglaublich, was für Eindrücke in dieser kurzen Zeit auf einen wirkten: Gerüche, Farben, Menschenmassen, Tiere, Töne “white man, white man” etc. Hier die Bilder, welche meist versteckt aufgenommen wurden, da sich die Händler teils für ihre Ware schämten. Eigentlich traurig! Es war ein eindrückliches Erlebnis. Für einen Moment nicht in der heilen, sauberen Welt der Expats, sondern im Alltag der Sudanesen. Von jetzt an schickt Martina ihren hübschen Hausmann hier zum Einkauf:
Mangos:
Gemüsestand:
Kartoffeln:
Wassermelonen:
Berg voller Orangen:
u.a. grüne sudanesische Orangen:
afrikanische Zucchini:
Markt-Besucher:
Kichererbsen für feine Falafel.. mmmhh:
Einer von vielen Donkeys (der war besonders herzig):
Im Juli besuchte Martina einen Kurs für Passfälschungen bei der Grenzwachtkontrolle in Liestal. Das war höchstinteressant und liess mich Drucktechnicken entdecken, mikroskopisch Passfotoauswechslungen erkennen und selber Papier mit einem Wasserzeichen herstellen. Letzteres fand in der Papiermühle Basel statt. Hier einige Eindrücke:
Unsere Gruppe, zusammengemixt aus Istanbul, Marokko, Syrien, Philippinen, Kolumbien, Rio de Janeiro und Khartum:
Arieh wurde es dann ein wenig zuviel, meinen neugewonnenen Erkenntnissen ständig zuhören zu müssen, er war dann froh, als ich alles wieder vergessen habe (-:
Ja, es gibt uns noch, nur waren wir sehr schreibfaul die letzte Zeit. An was es auch immer liegt, der afrikanische Alltag macht uns jeden Tag etwas träger und wir nehmen je länger je mehr die Charakterzüge eines Faultieres an. Tja, aber da der liebe Arieh wie immer donnerstags am Pokern ist und Martina sich im Wohnzimmer wegen eines winzigen Geckos nicht mehr wohlfühlt, wird besser wieder mal am Blog gearbeitet, der wurde ja definitiv vernachlässigt. Da wären nämlich noch die schon fast vergessenen Ferien im letzten März in GB. Obwohl wir inzwischen Ende Juli haben, gehören diese Fotos halt doch noch in diesen Blog. Wir flogen also damals von Khartum nach London und mieteten dort ein Auto. Nach Jetlag besuchten wir einen Freund von Arieh in Northampton (es gab Frühstück mit Toast und Maggisauce, bereits der erste kulinarische Schock!) und fuhren durch England an der Westküste entlang nach Schottland. Eine spukige, regnerische, wunderschöne Reise mit vielen Castles, verrückten Städten wie Black Pool, mittelalterlichen Schauermärchen, wie bereits erwähnt teils sehr fragwürdigen Mahlzeiten und beeindruckenden Naturplätzen. Nach dieser Reise bleibt es dabei: Wir lieben die Briten und wir kommen definitiv wieder, denn da gibt es noch so viel zu entdecken. Hier einige Eindrücke von unseren Stopps in Manchester, Liverpool, Lancaster, Glasgow, Edinburgh und den Highlands: